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Freie Mitarbeiter

Vivian Elbers
Belonio Benefit-Experte
Freelancerin sitzt mit einem Kaffee in der Hand in einem Cafe und arbeitet am Laptop.
Inhalt
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Freie Mitarbeiter, auch Freiberufler genannt, spielen in der heutigen Arbeitswelt eine immer wichtigere Rolle. Viele Unternehmen setzten auf diese Form der Zusammenarbeit, weil sie flexibel ist und Fachwissen, dann verfügbar macht, wenn es gebraucht wird. Im Gegensatz zu angestellten Personen sind freie Mitarbeiter meist auf selbständiger Basis tätig. Sie übernehmen einen klar definierten Auftrag. Außerdem entscheiden sie oft selbst über Arbeitsort und Arbeitszeit. Für viele selbständige bietet dieses Modell mehr Freiheiten und abwechslungsreiche Projekte. Unternehmen profitieren davon, dass sie nicht dauerhaft Personal einstellen müssen, sondern nur nach Auftrag. Dennoch gibt es rechtliche Regeln, die beachtet werden müssen. Es muss eine tatsächliche unabhängige Tätigkeit vorliegen. Zudem soll keine Scheinselbstständigkeit entstehen.

In Deutschland gibt es Unterschiede zwischen den freien Mitarbeitenden und den angestellten. Wer im Dienst oder Auftrags eines Unternehmens beschäftigt wird, sollte die vertraglichen Vereinbarungen genau kennen und sich vor Beginn der Zusammenarbeit gut informieren.  

Das Wichtigste in Kürze:

  • Freie Mitarbeiter (Freelancer) arbeiten selbstständig für mehrere Auftraggeber, sind nicht weisungsgebunden und werden projektbezogen oder nach Arbeitszeit entlohnt.
  • Sie genießen hohe Flexibilität in Arbeitszeit und -ort und können ihre Auftraggeber frei wählen, haben aber keine Anstellungssicherheit oder Anspruch auf Sozialleistungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld.
  • Freie Mitarbeiter müssen sich selbst um Akquise, Rentenversicherung und Steuerangelegenheiten kümmern und darauf achten, nicht als scheinselbstständig eingestuft zu werden.

Welche Aufgaben übernehmen Freiberufler?

Selbstständige oder Freiberufler können grundsätzlich jede Arbeit in einem Unternehmen oder bei einem Auftraggeber übernehmen. In der Regel schließen sie die Lücken, die durch das eigene Personal im Unternehmen nicht geschlossen werden können. Beispielsweise sind freie Mitarbeiter bei bestimmten Projekten, die zeitlich begrenzt sind tätig, für die die Unterstützung von zusätzlichen Mitarbeitern erforderlich ist. 

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Freie Mitarbeiter arbeiten als Selbstständige, sind nicht weisungsgebunden und bieten ihre Mitarbeit in der Regel nur für einen befristeten Zeitraum an. Dafür können sie jedoch nicht mit einem festen Gehalt rechnen, erhalten keinen Kündigungsschutz und sind in der Einteilung Ihrer Arbeitszeiten eigenverantwortlich. Das Arbeitsrecht gibt in diesem Fall, der Regelung der Arbeitszeit, keine Vorgaben. Ein Freelancer kann überall dort tätig werden, wo er als Arbeitnehmer gefragt ist. Er kann frei entscheiden, wo er in welchem Umfang selbstständig arbeiten will. 

In vielen Fällen trifft man freie Mitarbeiter in kreativen Berufen an. Beispielsweise erhalten sie Aufträge im Eventmanagement, der Werbebranche, bei IT-Dienstleistungen, für Beratertätigkeiten oder im Journalismus. Wird ein Arbeitsvertrag aufgrund der freien Mitarbeit vereinbart, dann sind in diesem Arbeitsvertrag alle thematischen, aber auch zeitlichen und finanziellen Regelungen genau niedergeschrieben. 

Welche Vorteile bringt die freie Mitarbeit?

Freie Mitarbeiter haben den Vorteil, dass sie flexibel und nicht weisungsgebunden sind. Sie können für mehrere Arbeitgeber gleichzeitig arbeiten und können ihren Arbeitsalltag frei gestalten. Es gibt keine festen Arbeitszeiten und es gibt auch keine festen Weisungen durch den Arbeitgeber. Dadurch kann der freie Mitarbeiter selbst entscheiden, welche Aufträge er vom Auftraggeber annimmt oder welche er ablehnt. 

Ebenso ist die Art des Arbeitens frei zu entscheiden. Egal ob Homeoffice oder in einem Büro mit anderen Mitarbeitern vor Ort, für freie Mitarbeiter steht diese Frage immer im Raum und er kann sie, sofern sein Vertrag nichts anderes regelt, selbst entscheiden. Auch die Höhe des Stundenlohns oder der fest vereinbarte Fixpreis für die Tätigkeit ist zwischen dem Freelancer als Arbeitnehmer und dem Auftraggeber frei verhandelbar. 

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Welche Nachteile haben freie Mitarbeiter als Freelancer?

Nachteilig ist, dass freie Mitarbeiter sich selbst um ihre Arbeit kümmern müssen. Außerdem gibt es keinen Kündigungsschutz für die Mitarbeiter. Sie müssen selbstständig für ihre Rentenversicherung sorgen, gegenüber dem Finanzamt abrechnen und darauf achten, dass keine Scheinselbstständigkeit gemäß Arbeitsrecht vorliegt. Diese wäre dann gegeben, wenn der freie Mitarbeiter ausschließlich für einen oder auch für zwei Unternehmen fest arbeitet. Deshalb muss er im Rahmen seiner Tätigkeit für mehrere unterschiedliche Firmen arbeiten, um den Verdacht der Scheinselbstständigkeit direkt zu entkräften. 

Nicht nur in Bezug auf das Finanzamt und Versicherungen wie beispielsweise der Rentenversicherung hat ein Freelancer deutlich mehr Aufwand und Nachteile als ein Angestellter. Zusatzleistungen wie Urlaubsgeld oder die betriebliche Altersvorsorge sind für Selbstständige und Freelancer Fremdwörter. Auftraggeber können diese zusätzlichen Benefits nicht bieten. 

Fazit

Freie Mitarbeiter sind für viele Unternehmen eine wertvolle Unterstützung, da sie flexibel eingesetzt werden können und Fachwissen mitbringen. Freie Mitarbeiter profitieren von einer selbstbestimmten Arbeitsweise und abwechslungsreichen Projekten. Damit die Zusammenarbeit langfristig erfolgreich ist, sollten alle Vereinbarungen in einem Vertrag klar festgehalten werden. Außerdem sollten die rechtlichen Vorgaben eingehalten werden. Wer als selbständige Person beschäftigt ist, übernimmt Verantwortung für die eigene Organisation sowie für steuerliche und soziale Pflichten. Der Dienst eines freien Mitarbeiters bietet für Unternehmen als auch für Fachkräfte viele Vorteile. Voraussetzung ist eine transparente, faire und rechtssichere Zusammenarbeit, bei der beide Seiten ihre Rechte und Pflichten kennen und verantwortungsvoll handeln. 

Vivian Elbers
Vivian Elbers ist seit mehreren Jahren als Redakteurin im Benefit-Kosmos tätig. Als Marketing Managerin produziert sie mit ihrer Expertise verschiedene informative Inhalte für das Journal und klärt die Leser:innen über die aktuellsten Themen in der HR-Welt auf.
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