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Aktienoption

Eldo Hell
Belonio Benefit-Experte
Drei Mitarbeiter schauen sich zusammen die Aktienoptionen an
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Mit einer Aktienoption hat der Käufer das Recht, eine Aktie innerhalb eines bestimmten Zeitraums und zu einem festgelegten Basispreis zu kaufen oder zu verkaufen. Wie viel eine Aktienoption wert ist, berechnet sich am Wert der zugrunde liegenden Aktie. In Deutschland werden Aktienoptionen ausschließlich an der Börse gehandelt. Im Zusammenhang mit Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sind entsprechende Optionen als Vergütungsbestandteil bekannt. In diesem Artikel erfährst du warum es Aktienoptionen auch für Arbeitnehmer gibt und wie Aktienoptionen zu versteuern sind.  

Das Wichtigste in Kürze:

  • Aktienoptionen geben Mitarbeitern das Recht, zu einem festgelegten Preis und Zeitpunkt Aktien des Unternehmens zu kaufen oder zu verkaufen. Der Wert hängt vom Aktienkurs ab.
  • Für Arbeitnehmer dienen Aktienoptionen als Vergütungsbestandteil mit Finanzierungs- und Anreizfunktion, um Mitarbeiter zu binden und am Unternehmenserfolg zu beteiligen.
  • Die Übertragung von Aktienoptionen an Mitarbeiter stellt einen geldwerten Vorteil dar und ist steuerpflichtig, sobald die Option ausgeübt und die Aktien ins Depot übertragen werden.

Inhaber der Aktienoption hat Wahlrecht

Wer eine Aktienoption erwerben möchte, zahlt dem Verkäufer (auch Stillhalter genannt) dafür die sogenannte Optionsprämie. Dadurch erhält er das Recht, bei Fälligkeit über die Ausübung der Aktienoption zu entscheiden. Der Stillhalter ist verpflichtet, sich dieser Entscheidung zu beugen: Er muss also bei Fälligkeit die vereinbarte Leistung erbringen. Möchte der Inhaber der Aktienoption von der Ausübung absehen, hat der Stillhalter kein Mitspracherecht. 

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Aktienoption für Arbeitnehmer

Börsennotierte Unternehmen können ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern Aktienoptionen übertragen. Das geschieht entweder als Bonuszahlung oder als Teil der Vergütung. Die Mitarbeitenden werden durch diese Option der zusätzlichen Vergütung Anlegerinnen und Anleger beim eigenen Arbeitgeber. 

Unternehmen, die Aktienoptionen an ihre Mitarbeitenden übertragen, legen die Bedingungen meist selbst fest, etwa das Erreichen bestimmter Ziele wie beispielsweise eine positive Kursentwicklung. Häufig werden zudem Haltefristen festgelegt: Die Mitarbeitenden müssen ihre Aktien, wenn sie sich, denn für den Erwerb entscheiden, in vielen Fällen vor dem Weiterverkauf für eine bestimmte Frist halten. 

Darum gibt es Aktienoptionen für Arbeitnehmer

Es gibt zwei Funktionen, die solche Optionen für Mitarbeitende erfüllen: 

  • die Finanzierungsfunktion – Gerade junge Unternehmen verfügen oft nicht über einen großen finanziellen Spielraum. Dennoch benötigen sie hochklassige und damit auch teure Mitarbeitende. Geben sie einen Teil der Vergütung als Option auf den Aktienkauf aus, können sie an Barmitteln sparen. 
  • die Anreizfunktion – Erhalten die Mitarbeitenden Optionen auf Aktien, haben sie selbst ein Interesse daran, dass der Aktienkurs des Unternehmens steigt. In diesem Falle würden sie selbst schließlich Gewinn machen, und ihre Vergütung würde ansteigen. Entsprechend motiviert kommen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Arbeit, die Aktienoptionen halten oder die Aktie schon gekauft haben: Es wird ihnen zum persönlichen Anliegen, dass das Unternehmen Erfolg hat. Daher bleiben sie dem Unternehmen meist auch länger treu als manche anderen Mitarbeitenden: Die Aktienoption ist ein probates Mittel zur Mitarbeiterbindung

Die Finanzierungsfunktion eignet sich vor allem für solche jungen Unternehmen und Mitarbeitenden, die zuversichtlich hinsichtlich des zukünftigen Erfolgs sind. Mitarbeitende müssen damit einverstanden sein, dass ihnen ein Teil ihrer Vergütung in Form von Aktienoptionen übergeben wird. Erweisen sich die Prognosen als richtig und macht das Unternehmen Gewinn, haben sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen etwas von der Regelung. 

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Besteuerung der Aktienoption

Aktienoptionen, die Mitarbeitende als Anerkennung ihrer Arbeitsleistung von ihren Arbeitgebern erhalten, gelten als geldwerter Vorteil. Als solcher sind sie für die Mitarbeitenden steuerpflichtig (zumindest, wenn der jährliche Betrag der Steuerbefreiung durch sie überschritten wird). 

Sobald die oder der Mitarbeitende die Option ausgeübt hat, gehen die Aktien in ihren bzw. seinen Besitz über, indem sie ihrem bzw. seinem Depot gutgeschrieben werden. Das ist der Moment, in dem die zu versteuernde Beträge als zugeflossen gelten – das bedeutet, dass sie nun versteuert werden müssen. Bei Aktien handelt es sich um sonstige Bezüge – so werden die Lohneinnahmen genannt, die nicht zum laufenden Arbeitslohn zählen. 

Fazit

Aktien sind vielseitige Instrumente, die von der Mitarbeitervergütung bis zu spekulativen Investments gehen können. Sie geben Flexibilität, bergen aber auch Risiken. Mit einer Aktienoption kann eine Aktie in einem bestimmten Zeitraum und zu einem vorher festgelegten Basispreis verkauft oder gekauft werden. Wer eine Aktie kaufen möchte, kann diese über eine Optionsprämie erwerben. In börsenorientierten Unternehmen können Aktien jedoch auf Mitarbeitende übertragen werden. Dies geschieht beispielsweise als Bonuszahlung. Da diese dann zu einem geldwerten Vorteil werden, müssen diese dann als solche versteuert werden. Dies gilt aber nur dann, wenn der jährliche Betrag der Steuerbefreiung überschritten wird.  

 

Eldo Hell
Eldo Hell versorgt die Leser:innen im Journal und Glossar mit neuen Inhalten: Was tut sich in der HR-Welt? Wie lässt sich Lohn am besten gestalten? Als studierter Germanist und Philosoph interessieren ihn besonders die gesellschaftlichen Auswirkungen und Möglichkeiten einer progressiven Lohngestaltung.
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