Empowerment
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Empowerment

Der Begriff Empowerment bedeutet wörtlich übersetzt „Ermächtigung“ beziehungsweise „Bevollmächtigung“. Ursprünglich entstammt das Empowerment-Konzept der Pädagogik. Inzwischen wurde es aber auch auf andere Bereiche übertragen, etwa auf die psychosoziale Praxis, in der Selbstbestimmung eine wichtige Rolle spielt, auf die politische Bildung oder auch auf den Unternehmenskontext. In Letzterem bezieht er sich auf die Übertragung von Verantwortung.

Empowerment ist wichtig für den Arbeitsmarkt

Die Arbeitswelt und die Märkte sind vor allem durch die zahlreichen Möglichkeiten der Digitalisierung in einem schnellen Wandel geprägt. Allein die Tatsache, dass Menschen von überall her bei genau den Anbietern konsumieren können, bei denen sie für sich selbst die meisten Vorteile sehen, hat zu einer viel größeren Flexibilität bei den Unternehmen geführt: Der Service muss schnell viel besser werden, oder die Konkurrenz gewinnt.

Mit althergebrachten Methoden der Mitarbeiterführung ist das kaum möglich. Wenn ausschließlich Führungskräfte und Chefetagen Entscheidungen treffen, ist eine schnelle und flexible Reaktion, wie sie im Internetzeitalter gefordert wird, gar nicht durchführbar. Zu lang sind die Wege von Nachfrage und Freigabe. Entsprechend müssen die personellen Ressourcen, die dem Unternehmen zur Verfügung stehen, effizienter eingesetzt werden.

Durch Empowerment, also die Übertragung von Verantwortung an Mitarbeitende jeder Ebene des Unternehmens, werden Prozesse verschlankt und Reaktionszeiten verkürzt. Die Bürokratie innerhalb des Unternehmens fällt weg, die Hierarchien werden flacher und es ist eine Demokratisierung möglich. Empowerment erlaubt es Unternehmen, auf einem umkämpften Markt wettbewerbsfähig zu bleiben.

Darum ist ein Empowerment-Konzept im Unternehmen wichtig

Der Begriff Empowerment mag im Unternehmenskontext noch nicht lange verankert sein, doch die Erkenntnisse dahinter sind nicht neu: Bereits seit den 1920er Jahren ist bekannt, dass sich Mitarbeitende, denen man mehr Autonomie, Partizipation und freies Handeln ermöglicht, mehr mit dem Unternehmen identifizieren. Sie bringen sich durch ihre Stärkung mehr ein, teilen ihre Ideen und wechseln weniger oft den Arbeitgeber.

Zum Empowerment gehört aber nicht nur das Einräumen der Macht über bestimmte Ressourcen oder das Recht zum Fällen einiger Entscheidungen: Wichtige Methoden sind etwa auch Angebote zur Fort- und Weiterbildung, damit die Mitarbeitenden ihre Karriere vorantreiben können. Letzteres sollte vor allem innerhalb des Unternehmens möglich sein, damit wichtige Fähigkeiten und Kompetenzen sowie Fachwissen dem Betrieb erhalten bleiben.

Nicht zuletzt ist die Förderung von Empowerment eine wichtige Grundlage für Innovationen im Unternehmen: Es sollte Mitarbeitenden möglich sein, Ideen zu nennen und bei Eignung durchzuführen. Für ein gelungenes Risikomanagement sind allerdings eine gewisse Risikobereitschaft und das Bereitstellen von Ressourcen wichtig.

So kann Empowerment im Unternehmen durchgeführt werden

Die Mitarbeiterentwicklung betrachtet die Mitarbeiter als Klienten betrachtet, die es zu stärken und zu fördern gilt. Sie verfügt über viele verschiedene Methoden und Prozesse der Stärkung, um den Angestellten („Klienten und Klientinnen“) zu mehr Autonomie und Selbstbestimmung zu verhelfen, damit sich ihre Fähigkeiten frei entfalten können:

  • Das betriebliche Verbesserungsmanagement erbittet Ideen und Verbesserungsvorschläge von den eigenen Mitarbeitenden. Jede und jeder Mitarbeitende kennt den eigenen Prozess im Arbeitsalltag am besten und weiß jeweils, wo die Schwierigkeiten bestehen. Entsprechend kann er oder sie meist am besten sagen, wie sich der Prozess optimieren ließe und wo ein Handeln erforderlich ist. Die Partizipation sollte unbürokratisch und niedrigschwellig möglich sein, zudem sollte ein Fördern dieser stattfinden.
  • Mitbestimmung durch Abstimmungen, bei denen Mitarbeitende gemäß ihrer Kompetenzen auf jeder Ebene eine Stimme haben, fördert die Identifikation mit dem Unternehmen und das unternehmerische Denken.
  • Gezielte Förderung bestimmter Talente bindet diese enger an das Unternehmen.

Voraussetzung für Empowerment im Unternehmen setzt die passende Unternehmenskultur voraus. Chefs und Führungskräfte sollten bereit sein, Verantwortung an ihre Mitarbeitenden abzugeben. Auch eine großzügige Fehlerkultur ist notwendig, da sonst gute Ideen im Keim erstickt werden können.

 

 

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