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Plattformökonomie

Eldo Hell
Belonio Benefit-Experte
Das Team freut sich über eine positive Entwicklung der Plattformökonomie
Inhalt
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Unter Plattformökonomie werden Geschäftsmodelle verstanden, die Geld durch die Netzwerkeffekte von Plattformen verdienen. Es gibt inzwischen zahlreiche verschiedene Plattformen. Ihnen ist gemein, dass sie Anbieter und Interessenten bestimmter Dienstleistungen oder Themen miteinander in Verbindung bringen. Die Verdienstmöglichkeiten sind riesig: Von den zehn wertvollsten Unternehmen der Welt betreiben sieben Plattformökonomie. Sie nutzen die vielfältigen Chancen, die sich in der digital economy neu ergeben haben.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Plattformökonomie bezeichnet Geschäftsmodelle, die über digitale Plattformen Anbieter und Nachfrager vernetzen und durch Netzwerkeffekte wachsen.
  • Diese Modelle, typisch für globale Marktführer wie Google oder Amazon, generieren Einnahmen durch Gebühren, Abos oder Werbung.
  • Sie bieten erhebliche Wachstumschancen, erfordern jedoch eine kritische Nutzerbasis und permanente Anpassung an den digitalen Wandel, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Beispiele für die Plattformökonomie

Es gibt verschiedene sehr erfolgreiche Unternehmen, die im Zuge digitaler Transformation zunehmend die Plattform-Ökonomie und ihre Innovationen nutzen, etwa:

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  • Google
  • Amazon
  • eBay
  • Meta
  • Uber
  • AirBnB
  • Apple
  • Netflix
  • Spotify
  • Alibaba

Das Geschäftsmodell sieht jeweils etwas unterschiedlich aus. Marktplätze lassen sich monetarisieren durch Nutzungsgebühren (meist nur für die Anbieter bzw. Verkäufer und nicht für die Nachfrager) und Provisionen für die Transaktionen. Spotify, Netflix und Amazon Prime erheben monatliche Gebühren. Plattformen wie Google und Facebook verdienen Geld mit Werbeeinnahmen. Es gibt per Definition viele verschiedene Ausprägungen von Plattformen: Sie können einen B2B-Schwerpunkt haben, einen B2C-Schwerpunkt oder einen B2G/C2G-Schwerpunkt (Business-to-Government respektive Consumer-to-Government für Verwaltungsinteraktionen). Was auffällt: Der Anteil an europäischen Firmen ist sehr gering, genauer gesagt unter den Top 10 bei Null.

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Vielfältige Chancen durch die Plattformökonomie

Unternehmen, die Plattformbetreiber sind oder die Vorteile von der Plattformökonomie für sich nutzen, erleben meist ein starkes Wachstum im Vergleich zu vorher. Der Bekanntheitsgrad wächst, die Informationen über Produkte und Dienstleistungen werden schnell verbreitet. Möglich sind neben den zunächst gesetzten Zielen:

  • Werbung
  • Abo-Modelle
  • Upselling
  • Cross-Selling

In manchen Fällen hat sich der bestehende Markt durch die neuen Geschäftsmodelle stark verändert, siehe etwa AirBnB oder Uber.

Die Herausforderungen der Plattformökonomie

Kleinere Unternehmen scheuen oft davor zurück, selbst Plattformbetreiber zu werden. Das Geschäftsmodell geht mit schwerwiegenden Änderungen einher und erfordert einen ganz neuen Service. Zudem scheint der Markt von den oben genannten Platzhirschen bereits perfekt ausgefüllt. Das stimmt so aber nicht: Es gibt immer wieder Nischen, in denen das Angebot bei den großen Plattformen nicht ausreicht oder ausbaufähig ist. Da Recherche und Kauf sich zunehmend ins Internet verlagern, gibt es häufig genug Nachfrage auch nach kleineren Plattformen. Auch die Kombination aus einer eigenen Plattform und der parallelen Nutzung einer anderen Plattform ist möglich – ein eigener Shop etwa und der gleichzeitige Verlauf über Amazon.

Schwierig ist es für neue Plattformen, sich zu etablieren. Damit sie funktionieren können und die hilfreichen Netzwerkeffekte greifen, muss eine gewisse Anzahl an Anbietern und Nachfragern da sein. Meist gelingt diese Ansammlung, indem der Zugang für die Nachfrager kostenfrei bleibt (Käufer auf Marktplätzen etwa). Für die zahlende Gruppe hingegen muss über Werbung verdeutlicht werden, wo ihre Vorteile in der Nutzung der Plattform liegen.

Die Eigenschaft digitaler Transformation ist zudem, dass sie nie ganz abgeschlossen ist. Es gilt also auch nach der Schaffung einer Plattform am Ball zu bleiben und neue Technologien zu nutzen, die die Plattformökonomie optimieren können. Aktuell werden viele Lösungen mit APIs und künstlicher Intelligenz entwickelt, die die erhobenen Daten weitaus besser und schneller nutzbar machen.

Nachteile der Plattform-Ökonomie

Die Nachteile der Plattform-Ökonomie lassen sich auf dem Markt beobachten: Unternehmen, die sich der digital economy verschließen, werden gnadenlos an den Rand gedrängt. Es ist bequem, im Internet alle gewünschten Informationen zu finden und direkt etwas zu bestellen. Daher wurden alteingesessene Industrien teilweise in ihren Grundfesten erschüttert. Oft greift irgendwann der Staat ein und sorgt für Regulierungen. Allerdings werden diese meist relativ spät verabschiedet, verglichen mit dem schnellen Wandel der Plattformökonomie.

Eldo Hell
Eldo Hell versorgt die Leser:innen im Journal und Glossar mit neuen Inhalten: Was tut sich in der HR-Welt? Wie lässt sich Lohn am besten gestalten? Als studierter Germanist und Philosoph interessieren ihn besonders die gesellschaftlichen Auswirkungen und Möglichkeiten einer progressiven Lohngestaltung.
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