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Arbeitsvermittlung

Eldo Hell
Belonio Benefit-Experte
Die Arbeitsvermittlung unterstützt bei der Jobsuche
Inhalt
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Die Arbeitsvermittlung ist dafür da, um Menschen und Jobs zusammenzubringen. Dies klingt zwar simpel, ist aber ein wichtiger Teil vom Arbeitsmarkt. Es geht darum, dass Arbeitssuchende eine passende Stelle finden und Unternehmen die richtigen Leute bekommen. Arbeitsvermittlung beschreibt genau dieses Zusammenführen von Bewerbern und Arbeitgebern, damit ein Arbeitsverhältnis entsteht. In Deutschland helfen, sowohl staatliche Einrichtungen aber auch private Anbieter, Arbeitnehmer zu vermitteln. Ziel ist es, möglichst schnell eine passende Beschäftigung zu finden und den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern. Dabei spielen Beratung, Unterstützung bei Bewerbungen und die Suche nach passenden Jobs eine große Rolle. Gerade in einer Zeit, in der sich der Arbeitsmarkt ständig verändert, wird das Ganze immer wichtiger. Digitalisierung, neue Berufe und Anforderungen sorgen dafür, dass viele Leute Unterstützung brauchen, um sich neu zu orientieren. Genau hier setzt die Arbeitsvermittlung an und hilft den Überblick zu behalten.   

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Arbeitsvermittlung erfolgt durch staatliche (Bundesagentur für Arbeit, Jobcenter) und private Anbieter, wobei die staatliche Meldepflicht bei drohender Arbeitslosigkeit besteht.
  • Staatliche Stellen bieten kostenlose Unterstützung und erstellen Vermittlungsstrategien, während private Vermittler gegen Provision arbeiten und sich teils auf Fachkräfte spezialisieren.
  • Für Arbeitslose gibt es den Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS).
  • Die private Arbeitsvermittlung kann für Arbeitsuchende, Arbeitgeber und den Staat Vorteile bringen, indem sie die Jobsuche erleichtert, Stellen besetzt und die Arbeitslosenquote senkt.

Die staatliche Arbeitsvermittlung

Die Bundesagentur für Arbeit und das Jobcenter bieten kommunale und unentgeltliche Unterstützung für Arbeitsuchende. Tatsächlich ist es in Deutschland verpflichtend, sich spätestens drei Monate vor der Beendigung eines Arbeits- oder Ausbildungsverhältnisses Arbeit suchend zu melden (falls keine neue Tätigkeit für den Anschluss vorliegt und es sich nicht um eine betriebliche Ausbildung handelt). Der Ablauf beim staatlichen Arbeitsvermittler ist der folgende:

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  • Es wird eine Potenzialanalyse vorgenommen – welche (beruflichen) Qualifikationen, Fähigkeiten und Fertigkeiten bringt die Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer mit sich?
  • Die angestrebte Tätigkeit wird festgehalten.
  • Gemeinsam erarbeiten Sachbearbeiter und Arbeitsuchende eine Vermittlungsstrategie und eine Eingliederungsvereinbarung.
  • Die Agentur für Arbeit (bzw. das Jobcenter) schickt Vorschläge, für welche Stellen sich die oder der Arbeitsuchende bewerben kann.

In der Eingliederungsvereinbarung wird festgehalten, welche Anstrengungen die Arbeitsuchenden unternehmen müssen, bis sie die passende Tätigkeit finden. Hierzu können etwa Kurse und Schulungen gehören, die sie für bestimmte Stellen qualifizieren.

Die private Arbeitsvermittlung

Nachdem das staatliche Monopol für die Arbeitsvermittlung aufgebrochen war, sind nach und nach private Anbieter für die deutsche Wirtschaft immer wichtiger geworden. Gerade in den frühen 2000er-Jahren war die Arbeitslosigkeit so hoch, dass die Arbeit der privaten Anbieter sehr hilfreich gewesen ist. Der Staat zahlt für die gelungene Vermittlung ehemals Arbeitsloser in den Arbeitsmarkt sogar Prämien. Tatsächlich hat eine solche Vermittlung Vorteile für alle Beteiligten:

  • Arbeitslose bekommen wieder einen Job und verdienen Geld.
  • Arbeitgeber können leere Stellen besetzen und ihre Unternehmensziele besser erreichen.
  • Der Staat wird finanziell entlastet, weil er weniger Arbeitslosengeld zahlen muss und mehr Steuern einnimmt.
  • Der Arbeitsvermittler erhält seine Provision.

Im Gegensatz zur staatlichen Arbeitsvermittlung sind private Arbeitsvermittler nicht kostenfrei. Wen sie jeweils zur Kasse bitten dürfen, ist im SGB III geregelt. Inzwischen dürfen sie (je nach Art des Auftrags) auch von den Arbeitsuchenden Geld verlangen, allerdings nur, solange es sich nicht um die Vermittlung eines Ausbildungsplatzes handelt. Da Arbeitslose oft nicht über die notwendigen Summen verfügen, können sie vom Jobcenter oder der Bundesagentur für Arbeit den sogenannten Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) erhalten (dazu unten mehr).

Viele private Anbieter spezialisieren sich allerdings inzwischen auf die Vermittlung gut ausgebildeter Fachkräfte für Schlüsselpositionen. Hier die passenden Bewerberinnen und Bewerber für eine hoch dotierte Stelle zu finden, ist lukrativer, als an der Integration langfristig Arbeitsloser in den Arbeitsmarkt zu arbeiten.

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Gutscheine für die Arbeitsvermittlung

Wer länger als sechs Wochen arbeitslos ist und einen Anspruch auf Arbeitslosengeld hat, hat auch Anspruch auf einen Vermittlungsgutschein für die private Arbeitsvermittlung. Die Gutscheine haben den Vorteil, dass der private Vermittler frei wählbar ist, solange er die entsprechenden Zulassungen hat. Es ist auch rechtens, mehrere private Arbeitsvermittler gleichzeitig mit Kopien des Gutscheins zu beauftragen und demjenigen das Original zu geben, der als Erstes ein Beschäftigungsverhältnis in die Wege leitet.

Arbeitsuchende sollten allerdings darauf achten, dass die ausgewählten privaten Anbieter nach der Akkreditierungs- und Zulassungsordnung (AZAV) zugelassen ist. Nur wenn dem so ist, können sie ihre Dienstleistungen über den AVGS abrechnen.

Fazit

Die Arbeitsvermittlung ist ein zentraler Bestandteil des Arbeitslebens. Egal ob staatliche Stellen oder private Agenturen, beide haben das Ziel, Menschen möglichst gut in den Jobmarkt zu integrieren. Dabei geht es nicht darum, Arbeitnehmer in irgendeinen Job zu vermitteln, sondern in einen, der auch passend ist. Besonders spannend ist, wie viele Möglichkeiten es mittlerweile gibt. Neben den klassischen Wegen gibt es auch digitale Plattformen und spezialisierte Anbieter, die den Prozess erleichtern. Gleichzeitig zeigt sich, dass die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren wichtig ist, um gute Ergebnisse zu erzielen. Sowohl öffentliche als auch private Anbieter tragen zur Integration in den Arbeitsmarkt bei. Arbeitsvermittlung ist viel mehr als nur Jobangebote weiterzugeben. Es geht um Chancen, Perspektiven und darum, Menschen wirklich weiterzubringen. Genau deshalb bleibt das Thema auch in Zukunft relevant.   

Eldo Hell
Eldo Hell versorgt die Leser:innen im Journal und Glossar mit neuen Inhalten: Was tut sich in der HR-Welt? Wie lässt sich Lohn am besten gestalten? Als studierter Germanist und Philosoph interessieren ihn besonders die gesellschaftlichen Auswirkungen und Möglichkeiten einer progressiven Lohngestaltung.
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