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Dual-Ladder-System

Eldo Hell
Belonio Benefit-Experte
Durch das Dual-Ladder-System ist ein paralleler Aufstieg möglich
Inhalt
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Das Dual-Ladder-System ist ein modernes Karriere Modell, das in vielen Unternehmen genutzt wird. Es werden sowohl technische als auch fachliche Empfehlungspfade berücksichtigt. Die sogenannten Ladders ermöglichen unterschiedliche Karrieren innerhalb einer Organisation. Ein Level beschreibt dabei die Kompetenzstufe. Unternehmen sollten klare Strukturen schaffen Dadurch entsteht mehr Flexibilität für Mitarbeitende und Teams. Der Impact auf die Karriereentwicklung ist bei diesem Modell deutlich. Viele Firmen nutzen das Dual-Ladder-System um Talente besser zu halten und zu fördern. Es ist ebenfalls möglich das zwischen den verschiedenen Pfaden gewechselt werden kann. Im modernen HR spielt das Modell eine immer größere Rolle. Auch Leadership wird durch das Dual-Ladder-System neu gedacht, da Führung nicht mehr der einzige Karriereweg ist. Insgesamt gibt es einen klaren Trend in Richtung der Ladder Modelle in der Arbeitswelt die langfristige Entwicklung für Mitarbeitende bringt.  

Das Wichtigste in Kürze:

  • Das Dual-Ladder-System ermöglicht Mitarbeitern einen Aufstieg parallel in zwei Karrierewegen: der Führungslaufbahn mit Personalverantwortung und der Expertenlaufbahn mit Fokus auf Fachwissen.
  • Es gewinnt an Bedeutung in flacheren Hierarchien und bei verstärkter Projektarbeit, wobei ein Wechsel zwischen den Laufbahnen mit entsprechender Weiterbildung möglich ist.
  • Unternehmen, die das Dual-Ladder-System nutzen, sollten eine vergleichbare Bezahlung in beiden Laufbahnen in Betracht ziehen, um den Wechsel attraktiv zu gestalten und Experten entsprechend zu honorieren.

Dual-Ladder-System: die Laufbahnen

Die Expertenlaufbahn oder auch Spezialistenlaufbahn und die Führungslaufbahn sind Laufbahnmodelle, die sich im Laufe der Karriere in ihren Anforderungen unterscheiden. 

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  • Die Expertenlaufbahn setzt umfangreiches fachliches Wissen voraus. Je weiter eine Person hier im Unternehmen aufsteigt, desto mehr Handlungsspielraum bekommt sie für die Arbeit. Zugleich steigt die fachliche Verantwortung, während Personalverantwortung keine oder eine untergeordnete Rolle spielt. Der Fokus liegt klar auf dem Inhalt der Arbeit, die Arbeitsaufgaben betreffen das operative Tagesgeschäft. 
  • Die Führungslaufbahn hingegen zeichnet sich dadurch aus, dass die Person mehr und mehr Personalverantwortung übernimmt. Dies erfordert andere Fähigkeiten: Zwar muss auch Fachwissen vorhanden sein, aber nur so viel, dass die Person die in ihrem Bereich anfallenden Management-Aufgaben übernehmen kann. Die Arbeit im operativen Tagesgeschäft dagegen wird weniger. Zu wichtigen Skills zählen hier neben den fachlichen Fähigkeiten auch Empathie, Durchsetzungsvermögen, gute Kommunikationsfähigkeiten und analytische Fähigkeiten. 

Bei einigen Mitarbeitenden ist völlig klar, welche Laufbahn sie einschlagen sollten: Manche sind geborene Führungspersönlichkeiten, andere gehen in ihrem Fachgebiet auf und haben nicht das Bedürfnis, Personalverantwortung zu übernehmen. Anderen hingegen stehen beide Wege offen. 

Darum wird das Dual-Ladder-Sytem wichtiger

Die Unternehmenskultur ist in vielen Betrieben im Wandel begriffen. Die Hierarchien werden insgesamt flacher, es werden nicht mehr so viele Führungskräfte gebraucht. An Bedeutung gewinnen hingegen kleine Teams und Projektarbeit, in denen Expertenwissen gefragt ist. Im Dual-Ladder-System besteht die Möglichkeit, von einem der Karrierewege auf den anderen überzuwechseln: Der Aufstieg erfolgt in beiden nebeneinander, weshalb auch der Begriff „Parallelhierarchie“ verwendet wird. Die betreffenden Mitarbeitenden können die Sprosse in der Mitte nutzen, um auf den anderen Karrierepfad überzuwechseln, solange die passenden Skills vorhanden sind. 

Es ist Aufgabe der Personalentwicklung, ein Auge darauf zu haben, dass vielversprechende Talente die notwendigen Schulungen erhalten. Ganz ohne Vorbereitung ist der Wechsel jedoch nicht möglich. Führungskräfte müssen unter Beweis stellen, dass sie über das nötige Expertenwissen verfügen. Umgekehrt müssen Expertinnen und Experten alle Fähigkeiten erlernen, die man für eine Stele mit Personalverantwortung braucht. 

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Anpassungen beim Gehalt im Dual-Ladder-System

Das Dual-Ladder-System beeinflusst auch die Anpassungen beim Gehalt. In vielen Unternehmen gibt es keine klassischen linearen Karrieren mit nur einer Promotion, sondern verschiedene Stufen der Entwicklung. Die Vergütung kann sich dabei unterscheiden. Die Gehaltsentwicklung orientiert sich häufig an Level und Verantwortung, die auf neue Rollenmodelle übertragen werden, statt nur klassische Hierarchien zu bewerten. Dadurch entsteht mehr Transparenz in der Vergütung und eine stärkere Anerkennung von Fachkompetenzen. Unternehmen nutzen die Struktur um Talente gezielt zu entwickeln und langfristig zu binden. Eine Ladder, also eine Sprosse, hilft dabei die klare Gehaltsbänder zu definieren ohne starre Grenzen zu haben. Dies fördert Motivation und Leistungsbereitschaft im gesamten Team sowie nachhaltige Entwicklung der Organisation.

Fazit

Der moderne Arbeitsmarkt verändert sich stetig und verlangt nach flexiblen Laufbahnmodellen. Im modernen Personalwesen wird das Dual-Ladder-System als Standard für zukunftsorientierte Karriereentwicklung gesehen. Unternehmen profitieren von klaren Strukturen, die sowohl Fach- als auch Führungskarrieren unterstützen. Mitarbeitende erhalten dadurch mehr Orientierung und Entwicklungschancen. Gleichzeitig wird Leistung stärker sichtbar bewertet, unabhängig von klassischen Hierarchien. Das Modell zeigt, dass Karriere nicht nur über klassische Führungspositionen verlaufen muss, sondern auch über Expertise. Dadurch wird die Fairness und Motivation im Unternehmen erhöht. Langfristig entstehen nachhaltige Karrierewege die individuellen Stärken besser berücksichtigen. Die Kombination aus Transparenz und Flexibilität bleibt dabei entscheidend. Viele Organisationen orientieren sich an internationalen Best Practices, um ihre Personalentwicklung zukunftssicher zu gestalten. Dadurch entstehen bessere Perspektiven für unterschiedliche Rollen im Unternehmen und Fördern nachhaltige Zusammenarbeit zwischen Teams und Abteilungen auf lange Sicht erfolgreich.

Eldo Hell
Eldo Hell versorgt die Leser:innen im Journal und Glossar mit neuen Inhalten: Was tut sich in der HR-Welt? Wie lässt sich Lohn am besten gestalten? Als studierter Germanist und Philosoph interessieren ihn besonders die gesellschaftlichen Auswirkungen und Möglichkeiten einer progressiven Lohngestaltung.
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