Bumerang Mitarbeiter
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Bumerang Mitarbeiter

Ein Bumerang Mitarbeiter (auch: Boomerang-Mitarbeiter) kommt wie ein Boomerang zurück: Nach einer Kündigung und nachdem er oder sie eine Weile für jemand anderen gearbeitet hat, steht die Rückkehr ins Unternehmen an. Dafür gibt es verschiedene Gründe sowie diverse Vorteile und Nachteile.

So wird jemand zum Bumerang Mitarbeiter

Es gibt viele verschiedene Gründe, aus denen Menschen kündigen:

  • Karriere voranbringen
  • höheres Gehalt
  • neue Fähigkeiten erlernen
  • neue Arbeitsumgebung oder Branche kennenlernen
  • einer Leidenschaft folgen
  • Unternehmen wegen Streit, Stress oder toxischen Arbeitsumfelds verlassen

Wenn der oder die Angestellte das Unternehmen nicht aus den letztgenannten Punkten verlässt, kann er oder sie zum Bumerang Mitarbeiter werden, wenn die neue Stelle nichts für einen längeren Zeitraum ist: Das Umfeld im alten Unternehmen ist vertraut, die Kollegen ebenfalls – die Rückkehr kann eine Erleichterung sein. Das gilt zumindest, wenn das ehemalige Unternehmen den Bumerang-Mitarbeiter mit offenen Armen aufnimmt.

Bumerang Mitarbeiter bringen Vorteile mit sich

Recruiting auf dem Arbeitsmarkt ist im Normalfall ein langwieriger und kostenintensiver Prozess. Wer sich allerdings mit ehemaligen Mitarbeitern oder Mitarbeiterinnen in Verbindung setzt und sie als Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerin ins Unternehmen zurückholen kann, muss sich um neue Kandidaten und Kandidatinnen keine Gedanken machen und spart Kosten für Prozesse in der Rekrutierung. Weitere Vorteile der Einstellung sind etwa:

  • Die Einarbeitungszeit ist deutlich verkürzt, weil der Boomerang-Mitarbeiter mit der Arbeitsweise und dem Unternehmen vertraut ist.
  • In ehemaligen Teams, die gut zusammengearbeitet haben, ist die Wiedersehensfreude mit Kollegen und Kolleginnen  groß.
  • Der Bumerang-Mitarbeiter ist mit der Unternehmenskultur vertraut und fügt sich leichter ein als jemand Fremdes.
  • Vorgesetzte kennen bereits die Fähigkeiten des ehemaligen Mitarbeiters und können ihn nach der Wiedereinstellung zielgenau auf der passenden Position einsetzen.
  • Der Bumerang Mitarbeiter bringt neue Fähigkeiten und Erfahrungen mit und kann diese ins Unternehmen einbringen.

Diese Vorteile gelten allerdings nur, wenn die Umstände bei der erneuten Einstellung positiv sind. Andernfalls muss die erneute Zusammenarbeit mit dem oder der „neuen, alten“ Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerin nicht zwingend gut funktionieren.

Das können Nachteile der Bumerang Mitarbeiter sein

War die zurückgekehrte Person mit der neuen Arbeitsstelle nur noch unzufriedener als mit der Stelle in diesem Unternehmen, wird sie wechselwillig bleiben – schließlich hat die Unzufriedenheit schon einmal zur Kündigung geführt. Weitere Nachteile können die folgenden sein:

  • Gab es im ersten Angestelltenverhältnis zwischen der zurückgekehrten Person und anderen Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern Ärger, kann der nun wieder aufleben.
  • Neid und Eifersüchteleien sind möglich, wenn der wie ein Boomerang zurückgekehrte Mitarbeiter eine Position erhält, die eigentlich jemand aus der aktuellen Belegschaft angestrebt hat.
  • Es kann kompliziert sein, den Vertrag aufzusetzen: Wird es erneut eine Probezeit geben? Und wie werden Benefits gehandhabt, die mit steigender Betriebszugehörigkeit mehr werden?

Grundsätzlich ist es wichtig, dass keine Seite davon ausgeht, dass nun wieder alles wie früher wird. Viel Kommunikation ist der Schlüssel zu einer guten Zusammenarbeit mit dem Bumerang Mitarbeiter.

Recruiting von Bumerang Mitarbeitern

Viele mögliche Stolperfallen lassen sich bereits beim Recruiting von Bumerang Mitarbeitern durch die passenden Fragen ausräumen, etwa:

  • Von welchen Dingen hoffen Sie, dass sie sich in unserem Unternehmen geändert haben?
  • Was ist der Grund dafür, dass Sie jetzt wieder mit uns zusammenarbeiten möchten?
  • Welche Erfahrungen haben Sie in der Zwischenzeit gesammelt?

Stellt sich im Gespräch heraus, dass die betreffende Person grundsätzlich mit der Unternehmenskultur und mit den Arbeitsabläufen unzufrieden gewesen ist und hat sich an diesen Dingen in der Zwischenzeit nichts geändert, wird auch das zweite Angestelltenverhältnis nicht von Dauer sein. Haben sich beide Parteien so entwickelt, dass eine Interaktion auf Augenhöhe möglich ist, bei der beide guten Willen beweisen, steht der Wiedereinstellung nichts im Wege.

Wer für ehemalige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen die Tür offenhalten möchte, kann ein Alumni-Netzwerk einrichten. So bleiben alle Ehemaligen über Nachrichten und Newsletter auf dem Laufenden und sehen rasch, wenn sich im Unternehmen etwas so ändert, dass es als Arbeitgeber wieder infrage kommt.

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