Führungsinformationssysteme (kurz FIS) unterstützen Führungskräfte dabei, wichtige Unternehmensdaten schnell zu erfassen und für Entscheidungen zu nutzen. Man spricht alternativ auch von Executive Information Systems (EIS). Sie sammeln Informationen aus verschiedenen Bereichen. Darunter fallen beispielsweise Vertrieb, Finanzen oder Produktion, die übersichtlich dargestellt werden können. Datenmengen werden so verständlicher und leichter vergleichbar. Grundlage ist eine verlässliche Datenbasis. Falsche oder unvollständige Informationen können zu schlechten Entscheidungen führen. Für die Manager-Generation sind solche Systeme wichtig, da Unternehmen schneller auf Veränderungen reagieren müssen. Moderne Führungsinformationssysteme können Kennzahlen, Berichte und Entwicklungen zentral anzeigen. Sie bilden damit die Verbindung zwischen Daten und Unternehmungsführung und helfen Entscheidungen nachvollziehbar vorzubereiten und sinnvoll zu nutzen.
Das Wichtigste in Kürze:
- FIS sind IT-Systeme zur Verarbeitung, Analyse und verdichteten Darstellung betrieblicher Daten, um Führungskräfte bei taktischen und strategischen Entscheidungen zu unterstützen.
- Sie ermöglichen die Unternehmensplanung durch Bereitstellung relevanter Kennzahlen und unterstützen die Überwachung von Abläufen nach getroffenen Entscheidungen.
- Die Systeme sind flexibel an die individuellen Bedürfnisse des Unternehmens anpassbar.
Führungsinformationssysteme für die Unternehmensplanung
Ein Führungsinformationssystem vereint Elemente aus der Wirtschaftsinformatik und der Betriebswirtschaftslehre in sich. Es hat die Aufgabe, relevante Informationen wie beispielsweise Kennzahlen aus ausgewählten Bereichen zu sammeln und in Form von Standardberichten zur Verfügung zu stellen. Führungskräfte aus dem Controlling, dem Rechnungswesen oder dem Personalmanagement können die Daten auch analysieren und in Tabellen oder als Statistik anzeigen lassen. So sehen sie auf einen Blick, welche Entscheidungen bislang zu guten und welche zu weniger guten Ergebnissen geführt haben. Entsprechend ist eine Anpassung möglich, um die Ergebnisse zu optimieren.
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Die aufbereiteten und verdichteten Daten aus dem Führungsinformationssystem erlauben aber nicht nur die Planung. Da sie jederzeit bereit zum Abruf sind, können Führungskräfte sie auch zur Überwachung der Abläufe nutzen, nachdem sie Entscheidungen getroffen haben. Auf diese Weise sehen sie frühzeitig, wenn sich etwas in eine nicht gewünschte Richtung entwickelt, und können gegensteuern.
Einführung von Führungsinformationssystemen
Vor der Einführung und Konzeption eines Executive Information Systems müssen mehrere Punkte bedacht werden:
- Eine Bedarfsanalyse zeigt auf, welche Führungskräfte Informationen benötigen, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. So wird verhindert, dass allzu viele Daten erhoben und verarbeitet werden, was die Entscheidungen wieder erschwert.
- Oft sind es Führungskräfte aus dem Rechnungswesen und dem Controlling, die als erste Zahlen anfragen, mittels derer sie Entscheidungen treffen können. Aber auch das Personalwesen zum Beispiel profitiert von den Datenanalysen der Software. Manche Unternehmen bedenken erst nach der Einführung des Systems, dass verschiedene Bereiche des Unternehmens sich mit dem EIS optimieren lassen, und müssen entsprechend nachrüsten.
- Es gibt hier viele verschiedene Möglichkeiten. Wichtig ist es, darauf zu achten, dass die Nutzung des Führungsinformationssystems intuitiv möglich ist. Das senkt die Hemmschwelle, das Instrument auch tatsächlich zu nutzen.
Es lohnt sich, im Vorfeld genaue Überlegungen anzustellen, da der Aufbau des Führungsinformationssystems je nach Bedarf unterschiedlich ausfallen kann. Allerdings gibt es verschiedene Möglichkeiten, FIS auch später noch anzupassen.
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Führungsinformationssysteme sind anpassungsfähig
FIS zeichnen sich dadurch aus, dass sie individuell nach dem Bedarf des Unternehmens aufgebaut werden. Es gibt also keine Schablonen, die sich auf alle Unternehmen anlegen lassen. Gerade dieser individuelle Aufbau ermöglicht es in den meisten Fällen, dass sich die Tools auch später bei Bedarf noch ausbauen und den neuen Gegebenheiten anpassen lassen. Dafür ist es allerdings wichtig, jemandem im Unternehmen zu haben, der das Führungsinformationssystem sorgfältig pflegt. Alternativ können Unternehmen ohne eigene IT-Abteilung aber auch auf externe Dienstleister zurückgreifen.
Fazit
Führungsinformationssysteme sind wichtige Instrumente für eine moderne Unternehmensführung. Sie erleichtern den Zugang zu relevanten Informationen und helfen, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, Daten können aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen zusammengeführt und übersichtlich dargestellt werden. Führungskräfte können zentrale Kennzahlen schneller bewerten. Informationen werden gezielt verdichtet, damit entscheidende Zusammenhänge sichtbar bleiben. FIS ersetzen nicht die Verantwortung des Managements. Es liefert eine wichtige Entscheidungsbasis. Erfahrung, Fachwissen und Einschätzung der Situationen bleiben weiter notwendig. Gut aufgebaute Systeme sind dann sinnvoll, wenn im Alltag Datenqualität, Aktualität und Benutzerfreundlichkeit stimmen.