Wissensmanagement
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Wissensmanagement

Wissensmanagement (englisch: knowledge management) erlaubt es Unternehmen, Wissen von einzelnen Individuen, also den Mitarbeitenden, zu gewinnen und für alle zur Verfügung zu stellen. Ein gut organisiertes Wissensmanagement fördert die Innovationskraft eines Unternehmens. Allerdings sind die Prozesse, die dafür durchgeführt werden müssen, kompliziert. Sie lohnen sich aber, wenn durch die gewonnenen Erkenntnisse Probleme im Unternehmen gelöst oder Abläufe verbessert werden können.

Wissensmanagement: Das sind die Aufgaben

Das Wissensmanagement befasst sich mit

  • der Identifikation
  • der Speicherung
  • der Entwicklung
  • dem Transfer
  • dem Erwerb
  • der Nutzung
  • dem Austausch

von Wissen, über das Individuen im Unternehmen bereits verfügen. Es gilt herauszufinden, wer von den Mitarbeitenden über bestimmte Fähigkeiten und Fertigkeiten verfügt und auf welche Weise dieses Wissen anderen zugänglich gemacht werden kann. Letzteres ist durch die Digitalisierung, durch die Möglichkeit einer Wissensdatenbank (Knowledge Base) und durch den einfachen Zugriff darauf sehr vereinfacht worden. Wissensmanagement ist ein fortlaufender Prozess, der nicht einfach irgendwann abgeschlossen ist.

Methoden des Wissensmanagements

Nicht jedes Wissen lässt sich gleich gut anderen Personen wie Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen weitergeben. Man unterscheidet implizites von explizitem Wissen. Während es sich bei implizitem Wissen um Fähigkeiten handelt, die sich Menschen durch Erfahrung und Übung angeeignet haben, lässt sich explizites Wissen leichter in Wörter oder Zahlen ausdrücken. Dadurch ist explizites Wissen leichter vermittelbar als implizites: Es reicht, wenn Informationen niedergelegt und anderen zugänglich gemacht werden.

Nonaka und Takeuchi, zwei japanische Organisationswissenschaftler, haben im Jahr 1995 mit ihrer Wissensspirale das bekannteste Modell des Wissensmanagements entwickelt:

  • Im Zuge der Sozialisation wird implizites Wissen von einer Person an eine andere weitergegeben (diese lernt durch Abgucken und Nachahmen). Diese Wissensvermittlung passiert oft, wenn etwa eine neue Mitarbeiterin oder ein neuer Mitarbeiter zu einem Team stößt.
  • Mithilfe der Externalisierung kann aus implizitem Wissen in einigen Fällen explizites Wissen gemacht werden. Das gelingt aber nur mit ausgiebiger Kommunikation und mithilfe von Metaphern und Analogien. Es gilt, anderen Menschen Erfahrungen zugänglich zu machen, die sie nicht selbst gemacht haben.
  • Der nächste Schritt ist die Kombination, in der verschiedene Arten von explizitem Wissen zusammengetragen wird. Man kann sie speichern und nutzbar machen.
  • Der letzte Punkt ist die Internalisierung, die es erlaubt, explizites Wissen zu impliziertem Wissen umzuwandeln. Dies gelingt über das Erlernen explizit ausformulierter Handlungsroutinen, sodass den Lernenden auch komplexe Tätigkeiten und Arbeitsabläufe leicht von der Hand gehen.

Um das Modell von Nonaka und Takeuchi umsetzen zu können, müssen Unternehmen sich im Wissensmanagement fragen, wie sie interne Wissensträger identifizieren können. Wichtig ist auch, ein Umfeld zu schaffen, in dem der Austausch von Wissen gelingen kann – dafür braucht es Zeit und Ressourcen. Wichtig sind auch die Verwaltung und die Speicherung des Wissens.

Wissensmanagement ist vertraulich

Um einen Wissenstransfer zu ermöglichen, der dem Unternehmen konkret und messbar weiterhilft, müssen verschiedene Prozesse in Gang gesetzt werden. Für die systematische Identifizierung der Wissensträger müssen die Teamleiterinnen und Teamleiter helfen, bei der Entwicklung der einzelnen Mitarbeitenden, die sie zur Weitergabe ihres Wissens befähigt, ist die Personalabteilung gefragt. Die Wissensdatenbank hingegen wird von der IT zur Verfügung gestellt.

Das Wissen, das in der Datenbank und im Unternehmen selbst ausgetauscht wird, hilft den Mitarbeitenden in konkreten Fällen und auch auf abstrakter Ebene weiter: Was sie lernen, können sie auch später und an anderer Stelle noch einsetzen. Unternehmen haben aber oft auch sehr aktuellen Anwendungsbedarf. Daher werden in diesen Datenbanken häufig auch interne Strategien besprochen oder Bausteine aktueller Prozesse thematisiert. Es ist daher wichtig, dass alle Mitarbeitenden eine Verschwiegenheitserklärung unterzeichnen.

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